Vom Start bis heute: Mein erstes Ausbildungsjahr bei werkraum

Anton und ich als neue Azubis

Anton(rechts) und Ich(links) als neue Azubis

Im August vergangenen Jahres startete mein erstes Jahr als Azubi zum Anwendungsentwickler. Durch mein voriges Praktikum war ich schon etwas eingearbeitet, was sich auch schnell bemerkbar machte. 

Neben den Videokursen, die ich zuvor bekommen hatte, durfte ich schon früh bei Projekten mitarbeiten. Mein erstes größeres Projekt bestand darin, Inhaltselemente für eine Website zu erstellen oder zu überarbeiten. Das war für mich eine ziemliche Umstellung, weil ich bisher nur mit kleinen Teil-Projekten zu tun hatte, bei denen ich mich nie wirklich „verlaufen“ konnte. Plötzlich bewegte ich mich in einer „Riesen-Website“ und musste mich erstmal zurechtfinden. Nach einer Eingewöhnungszeit konnte ich das Projekt aber erfolgreich abschließen – ein spannender Start.

  Vom Videokurs zum eigenen Projekt

Schon nach ein paar Monaten habe ich gemerkt, dass Videokurse nicht mein Ding sind. Also überlegte ich gemeinsam mit Moritz ein eigenes Übungsprojekt: einen League of Legends Tracker, inspiriert von OP.gg oder Mobalytics. Die Idee war, nicht einfach langweilige Tutorials nachzumachen, sondern etwas Eigenes von Grund aufzubauen.
Dieses Projekt hat mir bisher so ziemlich alles über PHP beigebracht, was ich weiß. Und das ist, wie ich finde, schon echt ’ne Menge, weil das Projekt eigentlich fast alles abdeckt – von der Übergabe an HTML bis zum Auslesen von Daten aus APIs. Anfangs brauchte die Seite noch 10+ Sekunden zum Laden, inzwischen sind es nur noch 1–2 Sekunden. Aktuell arbeite ich an der Optimierung der Datenhaltung, damit die Seite auch in Zukunft schnell bleibt. Das Projekt wird mich sicher noch die ganze Ausbildung begleiten – und vermutlich darüber hinaus.

  Diagramme und Visualisierungen

Ein weiteres Projekt brachte mich zu Chart.js. Dort habe ich gelernt, Werte grafisch darzustellen und Diagramme zu stylen. Leider war die Doku oft nicht förderlicher als das kaputte Diagramm vor mir, was mich immer wieder vor Probleme gestellt hat. Am Ende konnte ich das Projekt erfolgreich abschließen, Spaß hatte ich daran aber weniger.
Als Inspiration habe ich die Diagramme in meinen Tracker übernommen – allerdings nicht mit Chart.js, sondern mit einer Alternative: ApexCharts.js. Die gefällt mir optisch besser, ist leichter zu bedienen und hat hilfreichere Beispiele.

  Große Projekte im Sommer

Diesen Sommer kamen gleich zwei größere Projekte auf mich zu:

  1. Upgrade einer TYPO3-Version
    Das war mein erstes eigenes Upgrade! Ehrlich gesagt hatte ich vorher viele Horrorgeschichten gehört, wie anstrengend und herausfordernd vor allem die anschließenden Aufräumarbeiten in der TYPO3 Installation seien. In meinem Fall lief es aber erstaunlich reibungslos: ein paar Anpassungen an Extensions und Schreibweisen, aber nichts Dramatisches. Am Ende wurde ich sogar als Maintainer für zukünftige Arbeiten an der Website ernannt – ein richtig cooles Gefühl!

  2. Barrierefreiheit umsetzen
    Das zweite Projekt drehte sich um Barrierefreiheit: Buttons, Links und Navigation mussten auch per Tastatur funktionieren, die Seite sollte für Screenreader lesbar sein und Farbkontraste mussten optimiert werden. Ich habe dabei gelernt, wie wichtig es ist, solche Features von Anfang an mitzudenken. Trotz mancher Hürden im Setup hat es mir sehr viel Spaß gemacht.

  Teamevents und Barcamps

Neben den Projekten gab es immer wieder Teamevents. Ich merke von Mal zu Mal, dass ich mehr mitnehme und mich nicht mehr so überfordert fühle wie am Anfang. Die Dev-Sessions sind sehr lehrreich, und natürlich gehört auch gemeinsames Essen dazu – mittags oft bei Dirks Lieblingsdöner, abends im Restaurant. Näheres zu dem letzten Teamevent gibt’s von Julia und Michael in ihrem Blogpost.

Dazu kamen noch zwei Barcamps:

  • WordPress-Camp in Karlsruhe: eine gute Möglichkeit, mal in die WordPress-Welt reinzuschnuppern – für mich persönlich aber kein bleibender Schwerpunkt. Zum Blogpost

  • TYPO3-Camp in Rhein-Ruhr: ein richtig großes Event mit vielen Teilnehmenden und vielen Vorträgen. Besonders spannend fand ich die Vielfalt, auch wenn man sich leider nie alles gleichzeitig anschauen kann. Zum Blogpost

Aber auch der Tag im Europapark darf nicht fehlen, wenn wir schon von Ausflügen reden. Auch wenn sich kaum jemand für meine „Psycho“-Achterbahnen – wie sie genannt wurden – begeistern konnte, war es ein mega spaßiger Tag, um werkraum auch mal abseits der Arbeit kennenzulernen.

  LAN-Partys bei werkraum

Ein Highlight außerhalb der typischen Projekte: Ich durfte die erste offizielle Werkraum-LAN organisieren – und bin jetzt auch weiterhin dafür zuständig. Ich finde es genial, dass wir als Team solche Dinge machen können. LAN-Partys sind nicht gerade ein Standard-Angebot bei jedem Arbeitgeber, und umso cooler, dass es bei uns möglich ist.

  Fazit & Ausblick

Rückblickend war mein erstes Ausbildungsjahr extrem abwechslungsreich: von kleinen Übungsprojekten bis hin zu großen Themen wie Upgrades und Barrierefreiheit. Ich habe viel gelernt – über PHP, TYPO3, Libraries und Frameworks. Besonders freue ich mich, dass ich Projekte habe, die mich länger begleiten.


Ich bin gespannt, was in meinem zweiten Jahr alles auf mich zukommt – und freue mich schon auf neue Herausforderungen, Events und hoffentlich weitere LAN-Partys.

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