TYPO3 Surfcamp 2026 – Code, Collaboration und Wellenreiten

Palmen im Sonnenaufgang mit dem Surfcamp logo

In der Woche vom 12. bis 17. April hatte ich die Gelegenheit, am TYPO3 Surfcamp 2026 teilzunehmen – und um es direkt vorwegzunehmen: Es war eine dieser Wochen, die gleichzeitig viel zu schnell vorbeigehen und trotzdem unglaublich vollgepackt sind mit Eindrücken.

Schon die Ankunft hatte ein bisschen was von einer Klassenfahrt: Wir wurden per Shuttle-Service abgeholt und gemeinsam zum Resort gebracht. Die Stimmung war direkt entspannt. Viele kannten sich schon, andere – so wie ich – waren neu dabei. Entsprechend starteten die Tage morgens mit einem kurzen Catch-up und kleinen Spielen, um sich die Namen einzuprägen. Das klingt simpel, war aber tatsächlich ziemlich hilfreich.

  Teamarbeit: Collaboration im TYPO3 Backend

Am ersten Tag wurden wir in Teams aufgeteilt und jedes Team suchte sich ein Thema aus, an dem es die Woche über arbeiten wollte. Mein Team entschied sich für Collaboration im TYPO3 Backend, also die Frage: “Wie kann die Zusammenarbeit mehrerer Redakteure verbessert werden?”

Wir haben anfangs viele Ideen gesammelt, diskutiert und auch wieder verworfen. Am Ende sind wir bei ein paar Features hängen geblieben, die wir besonders spannend fanden:

  • Page History direkt im Page Layout anzeigen
    Statt die History separat öffnen zu müssen, sollte sie direkt an der Seite sichtbar sein – weniger Klicks, mehr Kontext.
  • Server-Sent Events für Backend-Aktivitäten
    Wenn jemand den Cache leert oder ein Element bearbeitet, sollen andere User direkt informiert werden. Quasi ein Live-Feed für wichtige Änderungen.
  • Visuelle Hervorhebung bei gleichzeitiger Bearbeitung
    Content-Elemente, an denen mehrere Leute arbeiten, könnten durch Umrandungen hervorgehoben werden.
  • Presence Indicators im Page View
    Man sieht direkt, wer gerade woran arbeitet – ähnlich wie man es aus modernen Kollaborationstools kennt.
  • sys_notes
    Interne Notes im Backend die man Nutzern als Aufgabe zuweisen kann.

Gerade diese Mischung aus UX-Ideen und technischen Möglichkeiten hat das Ganze super spannend gemacht.

  Surfen lernen – und zwar direkt richtig

Anstatt lange Theorie zu machen, ging es ziemlich schnell ins Wasser. Der Fokus lag erstmal darauf, ein Gefühl für das Board zu bekommen: draufliegen, paddeln, Balance halten. Das war schwieriger, als es aussah – vor allem bei dem stürmischen Wind an diesem Tag. Der hat uns die Bretter teilweise einfach unter den Händen weggerissen.

Zwischen den Sessions wurde dann immer wieder am Projekt gearbeitet. Dieser Rhythmus – morgens Code, zwischendurch ins Wasser, danach wieder zurück an die Ideen – setzte sich auch am Dienstag fort und funktionierte super.

  Halbzeit: Präsentationen und Beach Party

Am Mittwoch war es dann Zeit für einen ersten Zwischenstand. Jedes Team hat präsentiert, woran es arbeitet, welche Ideen entstanden sind und in welche Richtung es weitergehen soll.

Das war besonders spannend, denn man konnte sehen, wie unterschiedlich die Ansätze der anderen Teams waren und welche Kreativität in nur einer Woche entstehen kann.

Der Tag endete dann ziemlich passend mit einer Beachparty, die wir gemeinsam mit den Surflehrern direkt am Strand vor dem Resort feierten. Die Musik war zwar nicht ganz mein Fall, aber dafür gab es entspannte Gespräche und natürlich das Meer direkt daneben. Viel besser kann man einen produktiven Tag eigentlich nicht abschließen.

  Neue Tools: LIT für TYPO3

Am Donnerstag ging es nochmal richtig an die Arbeit. Die Projekte wurden weiter ausgearbeitet, verfeinert und für die finale Präsentation vorbereitet.

Als kleines Extra sind ein paar von uns am Mittag noch auf einen nahegelegenen Hügel gewandert. Der Aufstieg hatte es in sich, aber die Mühe hat sich definitiv gelohnt: Oben angekommen, konnten wir eine beeindruckende Aussicht über die Küste und die Umgebung genießen – und hatten sogar ein paar unerwartete, aber sehr entspannte Begegnungen mit den „Einheimischen“.

Am Abend gab es dann noch eine Session von Jochen zum Thema LIT. Damit lassen sich relativ einfach Backend-Module für TYPO3 erstellen. Das war für mich persönlich eines der Highlights.

Dieser Bereich wirkte für mich vorher immer ziemlich komplex und schwer zugänglich. Doch durch die Einführung wurde klar, dass es auch deutlich einfacher und moderner geht. Das ist definitiv etwas, das ich mir näher anschauen werde.

  Finale und Abschied

Für mich war das TYPO3 Surfcamp eine dieser seltenen Erfahrungen, bei denen einfach alles zusammenpasst. Die Mischung aus konzentrierter Projektarbeit, neuen technischen Impulsen und dem Austausch mit anderen aus der Community hat diese Woche unglaublich wertvoll gemacht. Gleichzeitig hat das ganze Drumherum – das gemeinsame Surfen, die Zeit am Meer und die vielen Gespräche abseits des Codes – dafür gesorgt, dass es sich nie wie „Arbeit“ angefühlt hat. 

Ich würde jederzeit wieder teilnehmen.

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