TYPO3 meets Magento


Auf der anderen Seite ist Magento in aller Munde und gehört sicherlich zu den führenden Produkten im Bereich Shopsoftware. Auch ich wurde kurz nach der Installation ein Fan dieses Shopsystems. Das durchdachte Attributesystem sorgt für gute Flexibilität. Durch den Bekanntheitsgrad von Magento ist die Anbindung an Payment-Provider gewährleistet. Alles Probleme, die uns bisher immer viel Arbeit bereitet haben.

Eine moderne Website mit Shopbereich wird aber erst richtig interessant, wenn diese beiden Systeme ineinander greifen und der Besucher gar nicht wahrnimmt, ob er nun im Shopbereich oder auf „normalen“ Inhaltsseiten surft. Als CMS kann Magento natürlich nicht annähernd soviel leisten wie TYOP3. Umgekehrt gibt es in TYPO3 derzeit kein vergleichbar mächtiges Shopsystem. Was bleibt uns nun?

  • Wir nutzen TYPO3 und die dort vorhandene (weniger mächtige) Shopfunktionalität, können jedoch alles aus einem Guss darstellen.
  • Wir nutzen ausschließlich Magento, haben eine mächtige Shopsoftware, jedoch machen wir Abstriche bei den Möglichkeiten, Inhalte zu präsentieren. Also auch keinen Blog, keine Bildergalerien, …
  • Wir nutzen beide Systeme parallel und nehmen in Kauf die Inhalte nicht „mischen“ zu können.

Keine dieser Alternativen macht mich hierbei glücklich. Zum Glück hat die Firma flagbit aus Karlsruhe die Extension „typogento“ entwickelt, die neue Möglichkeiten eröffnet.

Nun ist es möglich, gezielt Magento-Inhalte (genannt Blöcke) als Inhaltselemente (FrontEnd-Plugins) auf TYPO3-Seiten zu platzieren. Die Idee dahinter ist, dass die Shop-Inhalte von der Magento-Engine gerendert werden und dann fertiger HTML-Code an TYPO3 geliefert wird. Jedoch voll integriert, ohne Frames oder dergleichen.

Die Idee ist super. Wenn man die ersten Installationshürden überwunden hat, kommt man auch zum versprochenen Ergebnis: Shopinhalte und TYPO3-Inhaltselemente können zu einer Hybrid-Seite gemischt werden. Wunderbar.

Aber ganz zufrieden bin ich damit noch nicht. Derzeit arbeitet werkraum an einem Shop, der ein ausgefeiltes Navigationskonzept vorsieht, welches mit den Standard-Magento-Mitteln nicht abbildbar ist. Darüber hinaus wird es einen Produktkonfigurator geben und die Produkt-Attribute sollen teilweise nicht mehr aus einfachen Werten wie „Länge = 15cm“, „Hersteller = abc“, … bestehen, sondern selbst weitere Daten enthalten. Produkt-Attribute brauchen weitere Felder. Beispielsweise soll es ein Attribut „Region“ geben, die Auskunft über die Herkunft des Produktes gibt. Dabei sollen Bilder der Region, Texte, Links, … dargestellt werden. Der Einsatz von typogento liefert hierfür nicht die Lösung. Sicherlich kann man Magento selbst diesbezüglich erweitern, diesen Ansatz verfolgen wir jedoch nicht. Aus meiner Sicht ist es erstrebenswert, Shop-Objekte (Produkte, Attribute, Warenkorb) von Magento zu erhalten und dann diese in TYPO3-Extension weiterzuverabeiten und auszugeben. Damit hätte ein TYPO3-Entwickler seine gewohnte Freiheit und Flexibilität, müsste die Shopfunktionalität jedoch nicht neu implementieren.

typogento lieferte mir den Ansatz dazu. Durch erzeugen einer Instanz des „Mage“-Objektes durch inkludieren der notwendigen PHP-Files aus der Magento-Installation hat man genau dieses Ziel erreicht. Nun können auf TYPO3-Seite im TCA neue Tabellentypen angelegt werden, deren Datensätze Bezug auf Magento-Attribute nehmen und somit ist es ein leichtes Attribute von reinen Primitiven zur Objekten zu „befördern“. Erste Ergebnisse werden demnächst sichtbar werden. Ich werde berichten....

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