Neustart für die Website der Europäischen Schule München


Bei diesem Projekt unterschied sich die Vorgehensweise im Vergleich zu vorangegangenen Projekten; derpunkt.de belieferte uns mit fertigen HTML-Templates für die Website und werkraum war für die TYPO3-Integration zuständig. Eine durchaus interessante Erfahrung, da wir als TYPO3-Agentur uns so zu 100% auf Programmierung und Funktionalität konzentrieren konnten.

Doch nun zu den wichtigsten Features und Merkmalen der Website:

Das Template und die Inhaltselemente:

  • KEIN TemplaVoilà! Ja, es ist geschafft: ein weiteres Projekt in unseren Referenzen, welches komplett ohne TemplaVoilà auskommt. Doch wer jetzt meint, dass der Verzicht auf TemplaVoilà die Dynamik der Website (Stichwort: FCE) bremst, dem sei gesagt, dass das keineswegs der Fall sein muss! Wir haben wunderbare Inhaltselemente integriert, z.B. Accordion-Elemente oder Tabs, die der Redakteur über Gridelements einfügen und befüllen kann.
  • Weitere FCEs als Plugins: Um dem Redakteur die bestmögliche Flexibilität zu ermöglichen, aber gleichzeitig restriktiv genug zu sein, um das Layout nicht zu gefährden, wurden sämtliche Inhaltselemente über eine eigene Projektextension als Plugins realisiert. Diese Plugins wiederum wurden über TCA-Einstellungen so konfiguriert, dass sie dem Redakteur als normale Inhaltselemente erscheinen. 

Berechtigungssystem über die Backend-Benutzergruppen:

Das Rechtesystem der Europäischen Schule München sieht eine Untergliederung in Inhalte, News und Kalender in Abhängigkeit von Teilen des Seitenbaumes vor. Um ein skalierbares System zu erschaffen, wurde ein Konzept der Vererbung durch aufeinander aufbauende Gruppen angewendet. Diese Gruppen sind jeweils nur mit Minimalrechten ausgestattet, die für ihren Bereich Gültigkeit besitzen. Backend-Benutzer bekommen dann die Gruppen zugewiesen, die ihrem Tätigkeitsbereich entsprechen.

Eine weitere Besonderheit bei diesem Projekt ist, dass die Backend-Benutzer(-gruppen) der Europäischen Schule München auf einem LDAP-Server liegen. Diese werden über die TYPO3-Extension "LDAP Integration" importiert und synchron gehalten.

Etwas ganz Besonderes: der Kalender:

Eine Kalenderextension, die fast schon einen eigenen Blogbeitrag wert wäre. Der Kalender besteht generell aus drei Komponenten:

  • ein Kalenderwidget mit einer kleinen Liste der Termine des aktuellen Monats bzw. des Tages, der im Widget ausgewählt wurde
  • eine Listenansicht, auf der die aktuellen Termine in aufsteigender Reihenfolge angezeigt werden
  • eine Detailansicht, in der ein Termin in der kompletten Ausführung angezeigt wird

Der Kalender verfügt über Kategorie-Datensätze, über die die Ausgabe im Frontend beeinflusst werden kann. Um dem Kalender eine maximale Flexibilität zu verleihen, wurde hier nicht nur mit den für Extbase-Extensions gewohnten Feldtypen gearbeitet, bei denen wohl der Rich Text Editor die meisten Möglichkeiten bietet. Stattdessen wurde hier die Arbeit mit IRRE (Inline Relational Record Editing) ermöglicht, wodurch der Redakteur alle Inhaltselemente (oder Plugins) verwenden kann, die ihm auch auf der restlichen Website zur Verfügung stehen.

 

Weiters erhielten die Kategorien des Kalenders eine Verknüpfung mit den Backend-Usergroups: da die Europäische Schule München ein äußerst komplexes Berechtigungssystem benutzt, wurde hier eine besondere Lösung geschaffen. Die Datenbanktabelle 'be_groups', die die Backend-Benutzergruppen verwaltet, wurde so erweitert, dass in den Gruppeneinstellungen die Kategorien der Kalender-Events auswählbar sind.

So kann über die Benutzergruppen gesteuert werden, welche Gruppe Termine in welchen Kategorien anlegen darf. Dadurch entfällt die (wenig flexible) Verwaltung über SysFolder oder gar über Extensiontemplates - beides auch recht fehleranfällige Methoden - und die Berechtigungen werden dort angebunden, wo sie hingehören: bei den Benutzergruppen.

Das Backend:

Damit der Redakteur ein aufgeräumtes Backend vorfindet und nicht durch Elemente und Funktionen irritiert wird, von denen er 95% niemals benötigt, haben wir das Backend auf die allernötigsten Funktionen reduziert. So wurden zum Beispiel:

  • Felder ausgeblendet, die nicht gebraucht werden
  • Module versteckt
  • der Rich Text Editor reduziert

Module für verschiedene Extensions sind wiederum an die Benutzergruppen geknüpft, welche für die Erstellung der Inhalte verantwortlich sind. Klar, dass ein Redakteur, der für Kalenderinhalte verantwortlich ist, kein Newsmodul im Backend sehen muss...

Sonstige Extensions, die zum Einsatz kamen:

  • tt_news für die News: ein zentraler Bestandteil der Website
  • DirectMail für den Newsletter der ESM
  • tt_address für die Verwaltung z.B. der Kontaktpersonen
  • DAM für die Ein- und Ausgabe sowie die Verwaltung von Dateien (hauptsächlich Dokumente und Bilder)

Kategorien

  TYPO3

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