Unity - Das Mittel unserer Wahl
Seit der Gründung von werkraum im April 2000 beschäftigen wir uns mit dem Thema 3D im Web. Bisher war dieses Thema mit diversen Problemen behaftet, was einem Durchbruch im Internet bisher im Weg stand, welche waren:
Filegrößen von 3D-Projekten
Bis zur großflächigen Verbreitung von DSL, waren 3D-Szenen in der Regel einfach zu groß. Dieses Problem ist schon länger gelöst, auch wenn es sich im mobilen Bereich gerade wiederholt, allerdings nicht so drastisch, da UMTS und noch schnellere Technologien mittlerweile sehr weit verbreitet sind.
3D-Grafikhardware
Computersystem waren in den meisten Fällen mit einer viel zu schwachen Grafikkarte ausgestattet, sodass aufwändige 3D-Szene für die breite Masse nicht umsetzbar waren. Gerade im Bezug auf hochwertige Texturen, welche ein 3D-Erlebnis maßgeblich beeinflussen, gab es nur einen recht begrenzen Spielraum. Dieses Problem hat sich mittlerweile auch so gut wie erledigt, selbst im mobile Bereich, da hier top moderne 3D-Beschleuniger im Einsatz sind, egal ob auf einem iPhone, einem Androide-Telefon oder einem Tablett.
Fehlende Standards für 3D im Web
Ein viel größeres Problem ist bis heute noch der fehlende Standard für 3D-Inhalte im Web. Selbst moderne Technologien wie WebGL sind aktuell noch sehr weit von der Massentauglichkeit entfernt. So lange Microsoft mit dem Internet Explorer diesen "Standard" nicht integriert, eine Totgeburt.
Als Alternative gab es immer wieder diverse 3D-Plugins. Leider konnte sich bis heute kein Plugin durchsetzen, sodass hier immer noch eine der höchsten Barrieren besteht. Gerade für den Einsatz in Firmen, in denen das selbständige Installieren von Browserplugins in der Regel gesperrt ist, ein echtes Problem.
Flash3D
Große Hoffnung wurde von uns durch 3D-Frameworks für Flash geweckt. Away3D oder Alternativa3D sind mittlerweile ausgewachsene Frameworks, mit denen es seit geraumer Zeit möglich ist, 3D-Erlebnisse im Web umzusetzen. Dies hat den enormen Vorteil, da das Flash-Plugin sehr weit verbreitet ist. Befeuert wurde dies von Adobe durch die Integration von Stage3D. Einem direkten Zugriff auf die Grafikhardware mit Flash. Erst damit war es möglich, aufwändige 3D-Szenen darzustellen.
Als problematisch hat sich allerdings einerseits die lange und umständliche Produktionpipline bei derartigen Projekten dargestellt. Es gibt kein wirklich nützliches Tool, mit dem 3D-Projekte schnell umgesetzt werden können. Von Adobe kommt hier nur die reine Codingebene und das ist alles andere als komfortabel.
Zudem hat Adobe angekündigt, den Flash-Player für mobile Geräte nicht mehr weiterzuentwickeln. Daher wird Flash in diesem enorm wachsenden Segment früher oder später aussterben. Ein klares K.O.-Kriterium.
Unity - die 3D-Allzweckwaffe
Aktueller Stand -> 3D-Projekt im Web lassen sich nur mit erheblichen Einschränkungen umsetzen, gerade hinsichtlich der Verbreitung mobiler Endgeräte, wäre da nicht Unity, das erstaunlichste Tool, das uns in unserer gesamten Firmengeschichte untergekommen ist.
Unity zeichnet sich durch einige fantastische Features aus, welche sind:
- Codekonvertierung
Unity konvertiert Code! Das ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal. Flash kann das nicht. Will man mit Flash ein mobile App erzeugen, wird das gute Stück in AIR auf dem Device ausgeführt. Es benötigt also noch eine Runtimeumgebung. Nicht gerade ideal.
Die Codekonvertierung hat zur Folge, dass man mit Unity auf so gut wie jedes aktuell angesagte Device publishen kann, nämlich für alle 3 Major-Konsolen (XB360, PS3, Wii), 2 native Clients für Mac&PC, Android- und iOS-Devices und im Browser über das Unity3D-Plugin.
Bald wird noch ein Flash-Export und ein Export für den Chrome-Native-Client hinzukommen. Auf dieser Basis ist eine vollständige Erreichbarkeit des Endkunden möglich. 3D-Projekt kommen nun endlich bei einer breiten Masse an.
Und das beste dabei, (fast) der gleiche Code kann für alle Plattformen verwendet werden. - Schlanke Produktionpipline
Im Gegensatz zu Flash-Projekten ist die Produktionpipline enorm kurz. 3D-Inhalte können direkt in Unity importiert werden. Das Publishen, selbst auf mobile Devices, ist mit wenigen Einstellungen blitzschnell möglich. So einfach war das Entwickeln von 3D-Erlebnissen noch nie.
All dies hat dazu geführt, dass wir bei unseren interaktiven 3D-Projekten, nun komplett auf Unity setzen.








































































